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AKTIONSTAGE/977: MOOR-Aktionswoche vom 1.-10.2. - Angebote für alle Hamburger/innen (NABU HH)


NABU Landesverband Hamburg - 10. Januar 2019

In Hamburg gibt es Moore?

Der NABU Hamburg veranstaltet erstmals eine MOOR-Aktionswoche vom 1. bis 10. Februar 2019. Führungen, Vorträge, Pflegeeinsätze und besondere Angebote für Schulklassen machen Lust auf den gefährdeten Lebensraum. Das ganze Programm unter www.NABU-Hamburg.de


In Hamburg gibt es Moore? Ja, die gibt es! Und jeder hat vermutlich sofort ein Bild von "dem Moor" im Kopf: Fleischfressende Pflanzen, Nebelschwaden, dunkle Gewässer, Moorleichen. Moore sind aber viel mehr als das. Vom Nieder- zum Hochmoor gibt es unterschiedlichste Ausprägungen und Lebensräume für eine Fülle seltener Pflanzen und Tiere, auch in Hamburg. Seit 1997 wird am 2. Februar der Welttag der Feuchtgebiete begangen, um diese gefährdeten Ökosysteme in den Mittelpunkt zu rücken. Der NABU Hamburg nimmt diesen Welttag zum Anlass, eine ganze Woche rund um das Thema Moor zu gestalten. Die MOOR-Aktionswoche vom 1. bis 10. Februar 2019 macht Lust, diesen Naturraum kennenzulernen und zu erleben. Zum Programm gehören eine Fülle an Führungen, Pflegeeinsätzen, Vorträgen und umweltpädagogische Angeboten. Sie alle machen die Bandbreite der Hamburger Moore deutlich. "Fast überall in der Stadt können größere und kleinere Moorflächen entdeckt werden", erklärt Anne Ostwald, Referentin für Moorschutz beim NABU Hamburg. "Sie sind nicht nur Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten, sondern leisten auch für uns Menschen wichtige Dienste, vor allem für den Klimaschutz."


Foto: © K. Wesolowski

Herbstliche Moorlandschaft, Duvenstedter Brook
Foto: © K. Wesolowski

Vom 1. bis 10. Februar haben alle Hamburgerinnen und Hamburger die Gelegenheit, einen Einblick in die Vielfalt und Funktionen unserer Moore zu erhalten. "Die MOOR-Aktionswoche bietet tolle Naturerlebnisse, für Erwachsene und für Kinder", betont Anne Ostwald. "Da ist für jeden Geschmack etwas dabei, von der Nachtwanderung, über praktische Pflegeeinsätze bis hin zum Bildervortrag über die Tier- und Pflanzenwelt der Moore." Auch eine Fachtagung mit dem Titel "Moore in Norddeutschland - Bestand, Gefährdung und Wiederherstellung" wird in Kooperation mit dem Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg im Aktionszeitraum durchgeführt.

Die Idee des NABU, eine MOOR-Aktionswoche durchzuführen, fand auch bei anderen Akteuren Unterstützung. So tragen das Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg, die Loki Schmidt Stiftung, der Botanischer Verein zu Hamburg e.V. sowie die Gesellschaft für ökologische Planung e.V. (GÖP) mit Veranstaltungen zum Gelingen der Aktionswoche bei. Das komplette Veranstaltungsprogramm der MOOR-Aktionswoche ist online einsehbar unter www.NABU-Hamburg.de/moorwoche. Sofern nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen kostenfrei.

Die MOOR-Aktionswoche wird gefördert durch die Behörde für Umwelt und Energie Hamburg.

Weitere, allgemeine Informationen zur Bedeutung der Moore erhalten Sie unter
www.NABU-Hamburg.de/moor

Hintergrund zum Internationalen Tag der Feuchtgebiete

Mit dem Beginn der 60er Jahre wurden Feuchtgebiete radikal entwässert. Eine Folge war ein drastischer Rückgang der Wat- und Wasservögel. Aus diesen Gründen wurde am 2. Februar 1971 in der Stadt Ramsar im Iran ein internationales Abkommen zum Schutz dieser bedrohten Lebensräume beschlossen. Deutschland unterzeichnete den Vertragstext 1976 und hat sich damit verpflichtet, die nach der "Ramsar-Konvention" geschützten 34 Gebiete in Deutschland insbesondere als Lebensraum für die Vogelwelt zu erhalten. Zur Erinnerung an dieses Abkommen wird der von der Unesco ausgerufene "Welttag der Feuchtgebiete" seit 1997 jährlich am 2. Februar begangen.

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Quelle:
Pressemitteilung pm 02/19, 10.01.2019
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Landesverband Hamburg e.V.
Klaus-Groth-Straße 21, 20535 Hamburg
Tel.: 040/69 70 89-0, Fax: 040/69 70 89-19
E-Mail: info@NABU-Hamburg.de
Internet: www.NABU-Hamburg.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 11. Januar 2019

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