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RADIO - DEUTSCHLANDFUNK KULTUR/1307: Woche vom 30.01. bis 05.02.2023


Rundfunkprogramm Deutschlandfunk Kultur – 5. Woche vom 30.01. bis 05.02.2023


Montag, 30. Januar 2023


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Das Podcastmagazin (55 Min.)


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Andreas Hauber, Ellwangen
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Politik und Soziales – Magazin
19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Fehlerkultur, ja bitte!
Über den Mut, mal richtig daneben zu hauen …
Von Mandy Schielke
(Wdh. v. 28.03.2022)


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 In Concert (87 Min.)
Funkhauskonzert
Live aus Raum Dresden von Deutschlandfunk Kultur
Atrin Madani und Band:
Atrin Madani, Gesang
Alexander Rueß, Gitarre
Olaf Casimir, Bass
Moderation: Matthias Wegner


21:30 Einstand (30 Min.)
Großer Kommunikator
Der Posaunist Kris Garfitt
Von Sylvia Systermans

Garfitt, den Namen sollte man sich merken. Wie er auf der Posaune singt, wie er mit dem Orchester kommuniziert, sein warmer Ton, sein glühendes Pianissimo. Der junge Brite begeisterte auch die Jury und das Publikum beim ARD-Wettbewerb 2022. Dafür bekam er den ersten Preis und alle Sonderpreise. Seit 2021 ist Kris Garfitt Solo-Posaunist beim WDR Sinfonieorchester. Er liebt seine Arbeit im Orchester, aber auch als Solist. "Das Gefühl ist unvergleichlich, es ist ein besonderer Kick", schwärmt Kris Garfitt. Doch sein größtes Ziel ist es, "die Posaune einem breiteren Publikum vorzustellen".


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Kriminalhörspiel (57 Min.)
Die Alzheimergang
Von Michael Koser
Regie: Bärbel Jarchow-Frey
Mit: Matthias Walter, Lieselotte Rau, Werner Rehm, Ingeborg Medschinski, Elfriede Irrall, Hans Walter Klein, Astrid Meyerfeldt, Uwe Müller und Shelly Kupferberg
Komposition: Peter Kaizar
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2002
Länge: 52'12

Alarm im Willsumer Altersheim: Als Bürgermeisterkandidat Jürgen Waldhorn in seinem Wahlprogramm Einschränkungen für Rentner fordert, machen eine Gruppe von Senioren und ein Zivi dagegen mobil. Der Sozialdezernent von Willsum, Jürgen Waldhorn, will bei der nächsten Bürgermeisterwahl antreten. Im "Willsumer Courier" veröffentlicht er sein zukünftiges Programm: Rentner sollen sich in Bescheidenheit üben und öffentliche Kassen nicht übermäßig strapazieren. Drei Senioren und ein Zivildienstleistender aus dem örtlichen Altersheim lesen den Abdruck im Lokalblatt. Schnell sind sie sich einig: Der Mann muss weg. Sie gründen die Alzheimergang und planen, den Bürgermeisterkandidaten zu entführen. Doch Waldhorn hat ein schwaches Herz und die Gang schon bald ein großes Problem. Michael Koser, geboren 1938 in Berlin, studierte Geschichte, Politik und Germanistik. Seit 1966 ist er freier Autor. Er schrieb zunächst Science-Fiction-Hörspiele und eroberte sich ab 1978 mit der legendären Hörspielreihe "Professor van Dusen" eine wachsende Fan-Gemeinde. Weitere Hörspielserien: "Der letzte Detektiv" (BR) und "Cocktail für zwei" (DLR Berlin). Deutschlandradio produzierte außerdem die Hörspiele "Film Noir" (2001) und "Die Schule der Glücksritter" (2004).


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Dienstag, 31. Januar 2023


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
Flux & Frieze
Pionier und Komponist elektroakustischer Musik: Bülent Arel (1919-1990)
Von Stefan Fricke

1959 verlässt der 40-jährige Arel die Türkei und kreiert fortan in den USA zukunftsweisende Klanglandschaften. In Istanbul geboren, in Ankara und Paris ausgebildet, ist der Komponist und Hochschullehrer Bülent Arel in den 50er-Jahren der erste musikalische Leiter des damals noch jungen Radio Ankara. Mittels eines Stipendiums der Rockefeller Foundation reist er 1959 nach New York, um am dortigen Columbia-Princeton Electronic Music Center zu arbeiten. Er bleibt länger als ursprünglich geplant: sein Leben lang. Arel, der 1962 Edgard Varèse bei der Realisation von dessen "Déserts" unterstützt, gründet das elektronische Musikstudio an der Yale University in New Haven (Connecticut) und initiiert den Studiengang für elektronische Musik in Stony Brook an der State University of New York. In den 50er-Jahren durchaus gelegentlich mit Kammermusik und Orchesterwerken in westdeutschen Konzertsälen präsent, ist sein Schaffen, darunter auch etliche elektroakustische Stücke, weitestgehend in Vergessenheit geraten.


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Jazz
Moderation: D.J. Swingin' Swanee
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten

In Manhattans Theater Distrikt, zwischen der 5. und der 7. Avenue, eröffneten teils schon in den 20er-Jahren viele Jazzclubs. Die 52. Straße schlief nie. Zu Swingzeiten spielten Roy Eldridge und Red Norvo im "Famous Door". Im "Onyx Club" hatten Maxine Sullivan und Stuff Smith längere Engagements. Fats Waller residierte im Yacht Club. Im "Kelly's Stable" jammten Coleman Hawkins und Benny Carter bis in die frühen Morgenstunden. Im Club "Downbeat" sangen Billie Holiday und Sarah Vaughan. Die Sängerin Lee Wiley trat im "Hickory House" auf. Der Radio-DJ Symphony Sid begleitete die Freitagnächte im "Three Deuces" und im "Birdland". Im "Spotlite Club" konnte man Ben Webster und Hot Lips Page mit ihren Combos hören.


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Andreas Hauber, Ellwangen
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps
11:40-11:43 Chor der Woche


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Wirtschaft und Umwelt – Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Permanenter Ausnahmezustand
40 Prozent des Klinikpersonals erwägt Berufswechsel
Von Dorothea Brummerloh
Schon vor dem dritten Corona-Winter melden drei Viertel der deutschen Intensiv-Stationen eingeschränkten Betrieb.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 29.01.2023
Modest Mussorgskij
"Die Nacht auf dem Kahlen Berge" (Originalfassung)
Daníel Bjarnason
Konzert für Schlagzeug und Orchester
Sergej Prokofjew
Suite aus dem Ballett "Romeo und Julia" (zusammengestellt von Andris Poga)
Martin Grubinger, Schlagzeug
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Andris Poga


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Feature (57 Min.)
Höllenfahrt
Von Friedrich Knilli
Regie: Götz Naleppa
Mit: Andreas Tobias und Helmut Mooshammer
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 54'20

Die Familie Spielmann war die erste Adresse für Herrenmoden in Graz. Bis ihr Konkurrent Josef Knilli mit den Nazis gemeinsame Sache machte und sie verdrängte. Das Feature und eine begleitende Webdoku erzählen beide Seiten der Geschichte. Josef Knilli, der Onkel des Autors, war Hauptakteur der Arisierung des Kleiderhauses Spielmann in Graz. Er stieg auf vom kleinen Schneider in Fehring zum großen Kleiderhausbesitzer. Mal für, mal gegen die Nazis. Er saß viele Jahre in Gefängnissen, bereute aber nichts. Er starb unbesiegt, begleitet von Mozarts "Don Giovanni". Auf der Webseite derinternetlink.de erzählt Friedrich Knilli die andere Seite der Geschichte: die Enteignung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Kleiderhausfamilie Spielmann. Am 1.2.2022 starb Friedrich Knilli. Wir wiederholen das Feature, mit dem er lange Jahre nach seinem bahnbrechenden Buch über das Hörspiel noch einmal zum Radio zurückkehrte. Friedrich Knilli (1930-2022), als Friedrich Venier in Fehring/Steiermark geboren, war ein streitbarer Emeritus der Technischen Universität Berlin und seit 1953 Schriftsteller, der Provokationen liebte. Solche gelangen ihm 1955 mit einem Hörspiel im Stil der Commedia dell'arte und 1961 mit der Erfindung des "Schallspiels": In seiner Dissertation "Das Hörspiel. Mittel und Möglichkeiten eines totalen Schallspiels" bezog er eine radikale Gegenposition zum damaligen "Hörspielpapst" Heinz Schwitzke, der das Hörspiel als reines Wortspiel definierte. Als er 1971 für das Drehbuch zu "Auf, Sozialisten, schließt die Reihen! Deutsches Arbeitertheater 1867-1918" mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, verspottete er die Jury bei der Preisverleihung. Die mediale Auseinandersetzung mit dem Holocaust war für ihn Verkitschung von Auschwitz. Zu seinem Tod sagte Götz Naleppa, ehemaliger Hörspielchef von Deutschlandradio Kultur und Regisseur dieses Features: "Er hat immer gegen Verlogenheit gekämpft. Er war ein außerordentlich streitbarer und nicht immer einfacher Partner. Seine Geradlinigkeit war faszinierend und das Ringen um Themen mit ihm war immer anstrengend, aber auch ein Vergnügen."


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Mittwoch, 1. Februar 2023


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Chormusik (55 Min.)
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 26.11.2022
Alfred Schnittke
"Drei geistliche Gesänge" für gemischten Chor a cappella
Arvo Pärt
"And I heard a voice …"
Peteris Vasks
The Fruit of Silence
Jekabs Jancevskis
When
Nicolas Altstaedt, Violoncello
RIAS Kammerchor Berlin
Leitung: Krista Audere
00:55-00:58 Chor der Woche


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Americana
Moderation: Wolfgang Meyering
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Andreas Hauber, Ellwangen
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Kultur und Geschichte – Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Wie weiter?
Geschichtskultur ohne Zeitzeugen
Eine Kontroverse
Von Siegfried Ressel


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (87 Min.)
James Simon Galerie
Forumkonzert RIAS Kammerchor Berlin
Aufzeichnung vom 26.01.2023
Fanny Hensel-Mendelssohn
"Wenn ich in deine Augen seh"
"Aus meinen Tränen"
"Winter, was hat dir getan"
aus: Duette für zwei Frauenstimmen
Felix Mendelssohn Bartholdy
Volkslied op. 63 Nr. 5
"Wie kann ich froh und lustig sein?", aus: Drei Volkslieder WoO 11
"Abschied der Zugvögel" op. 63 Nr. 2
Franz Schubert
"Der Wanderer" D 489, bearbeitet für Gitarre solo von Phileas Baun
Robert Schumann
"Erste Begegnung" op. 74 Nr. 1
"An den Abendstern", aus: "Mädchenlieder" op. 103
"Liebesgram" op. 74 Nr. 3
Johannes Brahms
"Die Meere" op. 20 Nr. 3
Clara Schumann
"Sie liebten sich beide" op. 13 Nr. 2
"Der Mond kommt still gegangen" op. 13 Nr. 4
Franz Schubert
"Der Doppelgänger" D 957 Nr. 13, bearbeitet für Gitarre solo von Phileas Baun
Johannes Brahms
Klänge I
Klänge II
"Am Strande"
"Hüt du dich"
aus: Fünf Duette op. 66
"Die Schwestern" op. 61 Nr. 1
Fabienne Weiß, Sopran
Franziska Markowitsch, Alt
Felicia Spielberger, Rezitation
Phileas Baun, Gitarre


21:30 Alte Musik (30 Min.)
Chorvater und Weltversteher
Der Komponist und Universalgelehrte Sethus Calvisius
Von Michael Maul

Vom Sohn eines Tagelöhners zum Pionier in Musik und Wissenschaft: Sethus Calvisius gab in Leipzig um 1600 den Ton an. Der 1556 im Südharz geborene Thomaskantor Sethus Calvisius ist ein Phänomen: "Musicus, Astronomus und Polyhistor", so wird er auf einem Porträt bezeichnet, das ihn mit Zirkel und Weltkugel in den Händen abbildet. Und diese Charakterisierung trifft es ziemlich genau. Denn Calvisius war nicht nur ein glänzender Komponist und Musikpädagoge, der den Thomanerchor zu Beginn des 17. Jahrhundert zur Messlatte für alle übrigen Knabenchöre erhob. Zeit seines Lebens wollte Calvisius neben den Geheimnissen der Musik auch die der gesamten Menschheitsgeschichte ergründen. Wie er seinen Thomanern einen zauberhaften Chorgesang beibrachte, über welche Fragen er sich mit Johannes Keppler bis auf's Messer stritt und an welchem Tag Gott nach seiner Berechnung die Welt erschaffen hat, berichtet Michael Maul in seinem Porträt.


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Hörspiel (57 Min.)
Woanders
Ein Hörspiel in Auseinandersetzung mit Texten von Thomas Brasch
Von Diana Näcke, Masha Qrella und Christina Runge
Regie: die Autorinnen Mit: Masha Qrella Komposition: Masha Qrella
Musik: Andreas Bonkowski, Chris Imler, Masha Qrella
Gäste: Andreas Spechtl, Tarwater
Ton und Technik: Alexander Brennecke und Gunda Herke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Länge: 50'26

"Bleiben wo ich nie gewesen bin" – Thomas Braschs Lyrik wird vertont. Masha Qrella und ihre Mitmusikerinnen kreieren ein Musikprogramm aus Interviews, Gedichten, Materialskizzen und Proberaum-Mitschnitten. "Wenn du zu mir gerannt bist, dann deshalb, weil du ganz genau wusstest, dass du zur Stimme der Vernunft rennst: Abtreibung." Aude ist im ersten Trimester schwanger, das ungeborene Kind hat Trisomie 21. Es gibt nur einen Menschen, mit dem sie darüber sprechen will: ihre beste Freundin Lou. Die beiden kennen sich seit frühester Kindheit. Lou rät ihr davon ab, das Kind zu bekommen. Aude soll sich nicht die Zukunft versauen. Sie soll nicht der ganzen Welt beweisen, dass sie dazu bereit ist, ihren Beruf als Ingenieurin aufzugeben, um eine aufopfernde Mutterrolle zu übernehmen. Aude und Lou, Freundinnen fürs Leben, merken, dass sie weiter voneinander entfernt sind, als gedacht. Sie müssen sich auf einer ganz neuen Ebene wiederfinden. "Woanders" war Hörspiel des Monats Februar 2021. Diana Näcke, Dokumentarfilmerin, Autorin, Videokünstlerin. Ihre Filme "Meine Freiheit, Deine Freiheit" (2012) und "Die Geister, die mich riefen" (2016) liefen erfolgreich auf internationalen Festivals und in deutschen Kinos und wurden mehrfach ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Film "The Fish knows everything" in Istanbul. Sie ist außerdem als Autorin für das Fernsehen tätig und arbeitet als Videokünstlerin mit Musikern, Performancegruppen und bildenden Künstlern zusammen. Masha Qrella, Musikerin, Songwriterin, Produzentin. Mitbegründerin der Berliner Instrumentalbands Mina und Contriva. 2002 veröffentlichte sie ihr erstes Solo-Album "Luck". Es folgten vier weitere Veröffentlichungen, diverse künstlerische Kooperationen, Singles, Samplerbeiträge und Konzerttouren in Europa, den USA und Japan. Als Filmmusikerin arbeitete sie mit Regisseuren wie Carsten Fiebeler, Andreas Arnstedt, Diana Näcke und Monika Treut. Als Theatermusikerin ist sie an Produktionen des deutsch-britischen Künstlerkollektivs Gob Squad und des Theaterregisseurs Stefan Pucher beteiligt. Im Auftrag des Theater Hebbel am Ufer (HAU) vertonte sie Texte von Heiner Müller (2016) und Einar Schleef (2019). Qrellas eigeninitiierte Auseinandersetzung mit Texten von Thomas Brasch führte zu ihrer ersten eigenen Produktion "WOANDERS", einer Arbeit an der Schnittstelle von Konzert, performativem Textraum und Installation (Uraufführung am HAU im Dezember 2019). 2022 Komposition für das Staatstheater Kassel: "Etwas Besseres als den Tod finden wir überall". Christina Runge, Dramaturgin, Produzentin. Seit 2006 Mitwirkung an Projekten in den Bereichen Performance, Theater und Installation, etwa mit dem deutsch-britischen Künstlerkollektiv Gob Squad, Interrobang, Schorsch Kamerun und Masha Qrella, zudem Programmkonzeptionen in Kooperation u.a. mit der Akademie der Wissenschaften Berlin, dem Theater Hebbel am Ufer (HAU) und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Gemeinsam mit Andreas Kebelmann realisierte sie das Radio-Feature "Was uns bleibt, sind Möglichkeiten" (NDR 2014).


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Donnerstag, 2. Februar 2023


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
Festival Time:Spans
DiMenna Center, New York
Aufzeichnungen vom 17., 22. und 24.08.2022
Pierluigi Billone
"Sgorgo Y" (2012)
Yaron Deutsch, E-Gitarre
Igor Santos
"living to fall" (2022)
Uraufführung
Yarn Wire
Angélica Negrón
"Gone" (2018)
So Percussion


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Rock
Moderation: Mathias Mauersberger
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Andreas Hauber, Ellwangen
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Forschung und Gesellschaft – Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Neurodivergenz
Zwischen Trend und Reform der Psychologie
Von Carina Schroeder


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Große Gilde, Riga
Aufzeichnung vom 13.01.2023
Joseph Haydn
Sinfonie B-Dur Hob. I:102
Heiner Goebbels
Suite für Sampler und Orchester
Peteris Vasks
Konzert für Englischhorn und Orchester
Dominik Wollenweber, Englischhorn
Karolina Juodelyte, Renata Marcinkuté-Lesieur, Orgel
Sinfonietta Riga
Leitung: Normunds Šne


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Freispiel (57 Min.)
Re:Produktion (1-4/10)
In ferner ferner Zukunft (1) – The Future is here (2) – Bauchgefühl (3) – Congratulations (4)
Von und mit Stefanie Heim und Vivien Schütz
Regie und Realisation: die Autorinnen
Produktion: SWR 2022
Länge: 53'28
Folgen 5-8 am 09.02.2023, 22.03 Uhr

Leonie wohnt seit ein paar Jahren in New York und arbeitet im Marketing, Hannah jobbt in Berlin und versucht, ihre Musikkarriere aufzubauen. Dann wird Leonie plötzlich schwanger, und auch Hannahs Leben steht nach einer Diagnose auf dem Kopf. Eine zehnteilige Hörspielserie über Freundschaft auf Distanz, die reproduktive Selbstbestimmung von Frauen und das Leben mit Depression.

Folge 1: In ferner ferner Zukunft
Hannah macht einen Termin im Kinderwunschzentrum, während Leonie in New York mit Kakerlaken kämpft und eine Nachricht von ihrer Frauenärztin bekommt, die sie komplett durcheinanderbringt.

Folge 2: The Future is here
Schwierige Zeiten für Hannah und Leonie: Hannah erfährt im Kinderwunschzentrum, dass sie zu wenig Eizellen hat, und Leonies Schwangerschaftshormone spielen verrückt.

Folge 3: Bauchgefühl
Die Zeit läuft gegen Hannah: Wenn sie noch schwanger werden will, muss sie sich gefühlt sofort entscheiden. Ihr neuer Freund Noah ist nicht so begeistert von der Aussicht auf Familienplanung. Leonie hat ihre eigenen Probleme: Ihre Nachricht an Hannah über ihre geplante Abtreibung ist aus Versehen im falschen Chat gelandet.

Folge 4: Congratulations
Leonie erfährt, dass sie kein Wunschkind gewesen ist, und bekommt Anti-Abtreibungsnachrichten von ihrer Schwester, die ihr ein mieses Sexleben nach dem Eingriff prophezeien. Hannah arbeitet derweil an ihrem neuen Song und kommt nicht richtig voran. Vivien Schütz, geboren 1990, ist freie Autorin und Regisseurin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Podcast-Labels. Sie produziert Hörspiele, Reportagen und Features, unter anderem für Deutschlandradio. ARD-PiNball-Award für das Kurzhörspiel "Die mit Dinkel" (2016). Sie war Åke Blomström Preisträgerin der EBU 2019. Stefanie Heim, geboren in Potsdam, lebt in Erfurt als freie Autorin. Sie produziert Hörspiele und Features. Für das Feature "Born To Work" (2016) erhielt sie den Slabbesz-Preis. 2022 war sie Stipendiatin der NRW Film- und Medienstiftung. Heim und Schütz gewannen mit einer Kurzfassung von "Re:Produktion" den ARD-PiNball-Award 2020. Ihr Hörstück "Nach (t)spiel" wurde beim DokKa 2021 in Karlsruhe als "Beste Kurzdoku" ausgezeichnet.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Freitag, 3. Februar 2023


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Klangkunst (55 Min.)
Incantations
Von Andrius Arutiunian
Mit: Melos Collective
Produktion: Deutschlandfunk Kultur / CTM Festival / ORF Kunstradio / ORF Musikprotokoll /
Goethe-Institut 2022
Länge: 52'00

Rituale, Zaubersprüche und Flüche waren lange Zeit ein beliebtes Mittel, um die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der armenisch-litauische Klangkünstler Andrius Arutiunian wendet sumerische und armenische Beschwörungsformeln auf die Gegenwart an. Worte gegen das Böse: Armenische Beschwörungsformeln in der geheimen Sprache Ruštuni, aufgeschrieben von Filzmacherinnen im 19. Jahrhundert, sollten Unglück und Leid durch Magie und Rituale abwenden. Gemeinsam mit dem Frauenchor Melos Collective bringt der armenisch-litauische Klangkünstler Andrius Arutiunian diese Texte zum Klingen: Hypnotisch, repetitiv, resonant und dissonant überbrücken sie den Riss zwischen einer stürmischen Gegenwart und einer ungewissen Zukunft. "Incantations" entstand im Rahmen des CTM Radio Lab 2022 von Deutschlandfunk Kultur, CTM Festival, ORF Kunstradio, ORF Musikprotokoll und Goethe-Institut. Andrius Arutiunian, geboren 1991 in Vilnius, befasst sich in seinen Klangarbeiten häufig mit nicht-westlichen Hör- und Musiktraditionen. Seine Interessengebiete umfassen Politiken von Sound und Technologie, akustische Artefakte und Identitäten im Wandel. Zahlreiche Ausstellungen, darunter in Museen und Veranstaltungsorten wie: Armenischer Pavillon der 59. Biennale, Venedig (2022), ZKM in Karlsruhe (2020), Stedelijk Museum in Amsterdam (2019), documenta 14 in Kassel (2017), Contemporary Art Centre in Vilnius (2017), deSingel in Antwerpen (2017), Rewire Festival in Den Haag (2016) und MAZE Festival in Amsterdam (2016).


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Global
Moderation: Olga Hochweis
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Andreas Hauber, Ellwangen
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:45 Alltag anders
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt
07:50-07:58 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:20-08:26 Neue Krimis
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (55 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Wortwechsel (55 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat" (25 Min.)


19:30 Zeitfragen (30 Min.)
Literatur
"und schreib mir 'Deine' unter die Briefe"
Bertolt Brecht und Helene Weigel schreiben einander
Von Michael Opitz
(Wdh. v. 05.02.2013)

Die Briefe, die sich Helene Weigel und Bertolt Brecht schrieben, sind Zeugnisse einer ungewöhnlichen Künstlerpartnerschaft. Als sich der Schriftsteller und die Schauspielerin 1923 in Berlin kennenlernten, war er fünfundzwanzig und sie zwei Jahre jünger. Weigel war eine außergewöhnliche Schauspielerin, Brecht hatte gerade damit begonnen, die Theaterästhetik zu revolutionieren. Beide veränderten das Theater. Sie wollten aber nicht nur zusammenarbeiten, sondern auch miteinander leben.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Live aus der Berwaldhallen, Stockholm
Samuel Barber
Second Essay for Orchestra op. 17
Leonard Bernstein
Chichester Psalms
Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47
Schwedischer Rundfunkchor
Schwedisches Radio-Symphonieorchester
Leitung: Marin Alsop


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Musikfeuilleton (57 Min.)
Aria Borealis
Barockmusik, schillernd wie das Nordlicht
Von Julia Kaiser

Im norwegischen Bodø, nördlich des Polarkreises, fand im Sommer 2022 zum ersten Mal das Festival "Aria Borealis" statt. Der Name ist angelehnt an das Polarlicht, Aurora Borealis, welches es in der Mitternachtssonne des Hochsommers natürlich nicht zu bestaunen gibt. Eher ist der Titel Ausdruck eines ewig strahlenden, alles mit allem verbindenden Klanges. Für eine gute Woche verwandelt sich die Hafenstadt mit ihrem neu gebauten Stormen-Konzerthaus in ein Zentrum für Barockmusik. In Workshops darf jede und jeder mit Weltstars wie den Sopranistinnen Dame Emma Kirkby oder Tuuli Lindeberg arbeiten und ihnen abends im Konzert lauschen. Einige versuchen sich auch im Joik-Gesang der Sami aus Nordnorwegen. Eingewoben in das Festival ist ein Gesangswettbewerb für Barock-Solistinnen und -Solisten.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Samstag, 4. Februar 2023


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Lange Nacht (175 Min.)
Ein Ort zum Staunen und ein Ort für die Seele
Die Lange Nacht vom Museum
Von Katharina Palm
Regie: die Autorin
01:00-01:05 Nachrichten
02:00-02:05 Nachrichten

Sie sind Orte wie aus der Welt gefallen – und doch so welthaltig wie keine anderen. Sie bringen uns Altes und Neues näher, lassen uns eigene und fremde kulturelle Wurzeln erkennen, lösen Erinnerungen, Staunen und Befremden aus. Museen katapultieren uns in eine andere Welt und eine andere Zeit. Dabei fordern sie unsere Sinne und unseren Kopf heraus und schenken uns Raum für unsere Seele. Aber wie machen sie das? Wer macht das? Und wie kam es dazu? Um das herauszubekommen, geht die "Lange Nacht" ins Museum! Das tut sie in Dresden, wo vieles begann, wo der König sammelte und auch seine Untertanen staunen ließ, und in Köln, wo Bürger sammelten und ihre Sammlungen stifteten. Sie betritt Gebäude, die als architektonische Skulpturen Plätze prägen, Städten Glanz verleihen und selbst schon ihr bestes Exponat sind. Sie besucht Ausstellungen, die von Designern wie Schau-Filme erzählt und ins rechte Licht gerückt werden und manchmal auch nur in einem kleinen Raum stattfinden, der die ausufernden Staun-Geschichten kaum halten kann. Manchmal passt ein Museum sogar zwischen zwei Buchdeckel. Die "Lange Nacht" vom Museum scheut keine weiten Reisen, trifft Ausstellungsmacher und Geschichtenerzähler, manische Sammler und erste Galeristen, dauert so lange wie ein Museumsbesuch und ist vielleicht auch selbst ein Ort zum Staunen und ein Ort für die Seele.


03:00 Nachrichten (5 Min.)


03:05 Tonart (115 Min.)
Klassik reloaded


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Aus den Archiven (55 Min.)
Sammy Davis Jr: Der unmögliche Traum (4/5)
All that Jazz und Hollywood
Von Siegfried Schmidt-Joos
RIAS Berlin 1984
Teil 5 am 04.03.2023, 05.05 Uhr

In der vierten Folge der Porträt-Reihe über Sammy Davis Junior geht es um den Kern, die Seele seiner Kunst – so formuliert es der Autor der Reihe, Siegfried Schmidt-Joos, einer der besten Kenner der Jazz-, Pop- und Rockmusikkultur: "A man and his soul and all that jazz." Aber es geht auch um seine Begeisterung für Filme, die für ihn alles waren: Magie, Fantasie, eine andere Welt, in die man fliehen konnte. Seine Sammlung von vielen hundert 16-mm-Spielfilm-Kopien war legendär, er kannte jeden in der Filmindustrie und plauderte gern aus dem Nähkästchen, nachzulesen in seinem Buch "Hollywood in a suitcase". Weil er aber die Traumfabrik auch von innen kannte, die dem lebendigen Menschen irgendwann keine Luft zum Atmen ließ, wie er schrieb, war seine logische Folgerung: weg von der Kamera, rauf auf die Bühne, wo es nur noch um Singen, Sprechen und Steppen geht.


06:00 Nachrichten (5 Min.)


06:05 Studio 9 (175 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
06:20-06:23 Wort zum Tage
Andreas Hauber, Ellwangen
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
06:40-06:45 Aus den Feuilletons
07:00-07:05 Nachrichten
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (115 Min.)
Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de
10:00-10:05 Nachrichten


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Lesart (55 Min.)
Das politische Buch


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Breitband (55 Min.)
Medien und digitale Kultur


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Rang 1 (25 Min.)
Das Theatermagazin


14:30 Vollbild (90 Min.)
Das Filmmagazin
15:00-15:05 Nachrichten


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Echtzeit (55 Min.)
Das Magazin für Lebensart


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Tacheles (30 Min.)


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Feature (55 Min.)
Das große Nichts und das kleine Alles
Porträt des Künstlers Jens Risch in 12 Szenen
Von Beate Berger
Regie: Nicole Paulsen
Mit: Paula Skorupa
Ton und Technik: Burkhard Pitzer-Landeck und Sabine Klunzinger
Produktion: SWR 2022
Länge: 53'42

Ein meditativer Besuch bei einem Mann, der aus Knoten Kunst macht. Die Fertigstellung eines seiner Objekte benötigt 18 Monate Arbeit. Knoten macht Jens Risch, nichts als Knoten. Sie sind die Taktgeber seines Lebens, an jedem einzelnen Tag. Bis seine Knotenkunstwerke fertig sind, dauert es Jahre, und wenn sie dann in Museen landen, in Sammlungen und Galerien, sind sie vor allem eines: verdichtete Zeit. Die Energie einer Dreiviertelmillion Knoten sei wie Laserlicht und beinahe hörbar, sagt Jens Risch: wie ein Rauschen, das feine Flirren einer höheren Potenz. Beate Berger hat den Künstler besucht. Und hörte: einen Berliner Hinterhof, ein altes Röhrenradio, galoppierende Pferdchen und knuspernde Wespen. Beate Berger, geboren 1959, ist Journalistin und hat sich auf die Themen Kultur und Mode spezialisiert. Sie schreibt für Magazine wie VOGUE, für große Zeitungen und für den Rundfunk. Zuletzt: das Feature "Dear Mr. President … – Die amerikanische Aktionskünstlerin Sheryl Oring" (SWR 2019). Beate Berger lebt in Köln.


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Oper (145 Min.)
Festspielhaus Heidenheim
Aufzeichnung vom 21.07.2022
Giuseppe Verdi
"I due Foscari", Tragedia lirica in drei Akten
Libretto: Francesco Maria Piave
Francesco Foscari, Doge von Venedig – Luca Grassi, Bariton
Jacopo Foscari, sein Sohn – Hector Sandoval, Tenor
Lucrezia Contarini, dessen Frau – Sophie Gordeladze, Sopran
Jacopo Loredano, Rat – Robert Pomakov, Bariton
Barbarigo, Senator – Musa Nkuna, Tenor
Pisana, Vertraute Lucrezias – Julia Rutigliano, Mezzosopran
Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn
Capella Aquileia
Leitung: Marcus Bosch


21:30 Die besondere Aufnahme (90 Min.)
Josef Matthias Hauer
"Nomos" op. 1
Sieben kleine Klavierstücke op. 3
Fünf Klavierstücke op. 15
Nachklangstudien op. 16
"Musik-Film" op. 51
Steffen Schleiermacher, Klavier
Produktion: Dabringhaus & Grimm / Deutschlandfunk Kultur 2020


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau
Wochenrückblick

*

Sonntag, 5. Februar 2023


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Stunde 1 Labor (55 Min.)


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Diskurs (55 Min.)


02:00 Nachrichten (5 Min.)


02:05 Klassik-Pop-et cetera (55 Min.)
Die Illustratorin Rotraut Susanne Berner
(Wdh. v. Deutschlandfunk)

In ihrem Kopf muss es vor gewitzten Ideen wimmeln wie in ihren berühmten Suchbüchern. Sie hat den Kaninchen-Jungen Karlchen geschaffen, verzaubert die Grimmschen Geschichten in Comicmärchen und bringt Texte von Hans Magnus Enzensberger oder Mirjam Pressler zum Leuchten. 1948 wurde Rotraut Susanne Berner in Stuttgart geboren. Nach einem Grafikdesign-Studium in München arbeitete sie in der Verlagswerbung, machte sich dann aber als Buchgestalterin, Illustratorin und Autorin selbstständig. In der bayerischen Hauptstadt arbeitet und lebt sie auch heute und malt seit fast 50 Jahren vor allem mit Buntstiften und trockenen Zeichentechniken Bilder- und Kinderbücher, Buchcover, Handpuppen oder Spiele. Rotraut Susanne Berner kann aber auch wunderbar texten, wie sie zu Papier, aber auch am Radio-Mikrofon beweist. Ihre Ausgabe "Klassik-Pop-et cetera" hat sie sich wie eine Perlenkette vorgestellt, die sie mit Schmuckstückchen aus Musik, Kunst und Literatur elegant verknüpft.


03:00 Nachrichten (5 Min.)


03:05 Tonart (230 Min.)
Urban
Moderation: Martin Böttcher
04:00-04:05 Nachrichten
05:00-05:05 Nachrichten
06:00-06:05 Nachrichten


06:55 Wort zum Tage (5 Min.)
Sufi-Bewegung


07:00 Nachrichten (5 Min.)


07:05 Feiertag (25 Min.)
"Indifferent."
Von der Kunst der guten Entscheidung
Von Michael Kinnen, Berlin
Katholische Kirche


07:30 Kakadu für Frühaufsteher (30 Min.)
Wie kommt die Tinte in den Tintenfisch?
Von Nadine Querfurth
Moderation: Tim Wiese

Tintenfische sind faszinierende Meerestiere. Es gibt viele verschiedene von ihnen – zum Beispiel Oktopusse. Die sind besonders interessant – mit ihren acht Armen, die sie unabhängig voneinander bewegen können, mit ihren neun Gehirnen und drei Herzen. Und eben auch: mit ihrem Tintenbeutel. Wozu sie den brauchen, wie die Tinte da hineinkommt und auch wieder raus – das klären wir in dieser Folge.


08:00 Nachrichten (5 Min.)


08:05 Kakadu (55 Min.)
Kinderhörspiel
Herr der Lügen
Ab 7 Jahre
Von Thilo Reffert
Regie: Cordula Dickmeiß
Komposition: Michael Rodach
Mit: Jeremias Matschke, Lasse Pantel, Antonia Zschiedrich, Toni Lorentz, Felix von Manteuffel, Anna Grisebach, Markus Gerken, Axel Wandtke u.a.
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
Moderation: Tim Wiese

Eine übertrieben wahre Lügengeschichte, ausgezeichnet mit dem Deutschen Kinderhörspielpreis 2021. Ronny ist mit seiner Familie umgezogen. Neue Wohnung, neue Stadt, neue Schule – aber auch neue Freunde? Seine Mitschüler interessieren sich jedenfalls kein Stück für ihn. Und dass er, um auf sich aufmerksam zu machen, behauptet, sein Fahrrad sei schneller als ein Auto und sein Kopf empfange Signale aus dem Weltall, macht ihn nicht gerade beliebter. Aber dann klaut er – mehr aus Versehen – bei einem Antiquar Gottfried August Bürgers Münchhausengeschichten. Und wenn er jetzt von seinem Opa erzählt, der sein Pferd an einer Kirchturmspitze festgebunden und es geschafft hat, sich an den eigenen Haaren aus einem Sumpf zu ziehen, hören ihm Marek, Wedat, Kalida und sogar die oberschlaue Tessa zu. Nach und nach wird aus Ronny, dem Lügner, Ronny, der Geschichtenerzähler. Aber dann fliegt, dem Internet sei Dank, der Schwindel auf. Und Ronny steht vor der Frage: Wieder die Schule wechseln? Oder darauf vertrauen, dass seine neuen Freunde trotzdem zu ihm halten? Das Hörspiel "Herr der Lügen" von Thilo Reffert wird am 13. November mit dem diesjährigen Deutschen Kinderhörspielpreis ausgezeichnet. "Herr der Lügen" erzählt die Geschichte von Ronny, der mit seiner Familie umgezogen ist und sich in der neuen Umgebung behaupten will und muss. Er erfindet Geschichten, um auf sich aufmerksam machen – Lügen, die auffliegen und am Ende die großen Fragen von Freundschaft und Anerkennung neu stellen. Die Begründung der Jury: "Dass die alte Geschichte um den Lügenbaron Münchhausen hochaktuell sein kann, samt Internet und heutigen Schulproblemen, das beweist Thilo Reffert mit seinem Hörspiel auf eindrucksvolle und dabei unterhaltsame Weise. "Herr der Lügen" erzählt von Ronny, der nach dem Umzug mit seiner Familie ein Außenseiter ist. Psychologisch genau zeichnet Reffert das Porträt eines Jungen, der mit Aufschneidereien auf sich aufmerksam machen will, dabei aber noch tiefer in seine Rolle hineingerät (…). Leider, und auch damit beweist der Autor sein Gespür für die Lebenswirklichkeit heute aufwachsender Kinder, kommen seiner Hauptfigur die modernen Kommunikationsmöglichkeiten in die Quere. Welche Rolle die ewige Sehnsucht nach Freundschaft in diesem Zusammenhang spielt, auch das beleuchtet Reffert treffend. Nach "Nina und Paul" aus dem Jahr 2011 gewinnt der Autor mit "Herr der Lügen", einer Produktion von Deutschlandfunk Kultur in der Regie von Cordula Dickmeiß, den Deutschen Kinderhörspielpreis zum zweiten Mal." Über die Vergabe des Preises entschieden in diesem Jahr der Korrespondent Bildung und Wissenschaft beim Kölner Stadt-Anzeiger Frank Olbert (Juryvorsitz), die Dramaturgin und Autorin Kerstin Behrens, die Hörspielkritikerin Eva-Maria Lenz, die Produzentin und Autorin Karin Lorenz sowie der Autor und Musiker Torsten Krug. Thilo Reffert wurde 1970 in Magdeburg geboren und wuchs mit Plattenspieler und Tonbandkassetten auf. Die Wende brachte 1989 eine Stereoanlage und den Umzug nach Berlin. Dort studierte Reffert Theaterwissenschaft und arbeitete anschließend am Theater. In Workshops beim MDR und NDR lernte er das Medium Hörspiel kennen. Thilo Reffert schreibt außerdem Theaterstücke und Kinderbücher. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt bei Berlin.


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Kakadu (25 Min.)
Magazin
Moderation: Tim Wiese
08 00 22 54 22 54


09:30 Sonntagsrätsel (30 Min.)
Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Plus Eins (114 Min.)
11:00-11:05 Nachrichten


11:59 Freiheitsglocke (1 Min.)


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


12:30 Die Reportage (30 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Sein und Streit (55 Min.)
Das Philosophiemagazin


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Religionen (55 Min.)


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Interpretationen (115 Min.)
Poem der Zerrissenheit
Mieczyslaw Weinberg und sein Klaviertrio op. 24
Gast: Jascha Nemtsov, Pianist und Musikwissenschaftler
Moderation: Julia Smilga
16:00-16:05 Nachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Nachspiel (60 Min.)
Das Sportmagazin
18:00-18:05 Nachrichten
18:05-18:30 Nachspiel. Feature
Kopf hoch, Brust raus
Körpersprache im Sport
Von Dieter Jandt


18:30 Hörspiel (90 Min.)
Der Klang der Fremde
Von Kim Thúy
Hörspielbearbeitung und Regie: Stefanie Hoster
Ton und Technik: Jean Szymczak
Produktion Deutschlandfunk Kultur 2023
Länge: 85'
(Ursendung)

Die zehnjährige Nguyên An Tinh flieht mit ihrer Familie vor dem kommunistischen Regime in Vietnam nach Kanada. Dort muss sie ihre Identität neu finden. Ein Hörspiel nach dem gleichnamigen Bestseller über das ewige Ankommen und Fremdsein hier und dort. In Saigon zählte Nguyên An Tinhs Familie zu den Wohlhabenden. Mit der Machtübernahme durch die Kommunisten ändert sich alles. Schließlich verlässt das Mädchen als Zehnjährige mit den Eltern und zwei Brüdern das Land. Über ein Flüchtlingslager in Malaysia und andere Stationen kommt sie nach Kanada. Obwohl sie dort herzlich aufgenommen werden, fällt ihr das Ankommen schwer – hat sie doch mit dem Auswandern ihre vorgesehene Identität verloren und muss diese in der Fremde neu zusammensetzen. Gleichzeitig bleiben ihr Herkunftsland und die Menschen dort in ihr präsent und tauchen in Erinnerungen – ausgelöst durch Gerüche, Klänge oder Bilder – immer wieder auf. Spätestens durch die Rückkehr nach Vietnam stellt die Protagonistin fest, dass sie in ihrer früheren Heimat ebenso eine Fremde ist wie dort, wo sie nun lebt. Kim Thúys Text ist eindrücklich und zugleich von fast durchscheinender Zerbrechlichkeit. Er offenbart den fortwährenden Widerstreit von Trauer, Glück, Schmerz und Hoffnung, den die Geschichte ihrer Emigration für sie bedeutet. Kim Thúy, geboren 1968 in Saigon, Vietnam, ist eine kanadische Schriftstellerin, die auf Französisch schreibt. Als Zehnjährige floh Kim Thúy mit ihren Eltern und zwei Brüdern nach Kanada. "Ru" (2009) war ihr erster Roman und erschien auf Deutsch unter dem Titel "Der Klang der Fremde". Weitere Romane: "Der Geschmack der Sehnsucht" (2014), "Die vielen Namen der Liebe" (2017).


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Harmonie Heilbronn, Theodor-Heuss-Saal
Aufzeichnung vom 22.09.2022
David Philip Hefti
Rhapsody für Bariton und Orchester auf einen Text von Sir Salman Rushdie
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"
Benjamin Appl, Bariton
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Leitung: Case Scaglione


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Literatur (57 Min.)
Wilde Streiks und Minirock
Proteste von Gastarbeiterinnen im Wirtschaftswunder
Gün Tank und Sabine Hark im Gespräch mit Jörg Plath

Minirock, Leichtlohngruppen und wilde Streiks – Gastarbeiterinnen verändern in den 70er Jahren die Bundesrepublik. Die 22-jährige Nour ist eine von vielen Gastarbeiterinnen, denen die jungen Bundesrepublik das Wirtschaftswunder auch verdankt. Sie reist Anfang der 70er-Jahre aus Istanbul in die Oberpfalz, lebt mit zahlreichen Frauen aus Südeuropa in einem Wohnheim und arbeitet wie sie in der Fabrik. Nour trägt zuweilen Minirock, die Frauen im oberpfälzischen Dorf Kopftuch. Die Werksleitung ist nicht erbaut, als sich die Gastarbeiterinnen über Missstände beschweren und Forderungen erheben: Sie wollen Deutsch lernen und nicht schlechter als die Männer bezahlt werden. Gün Tank erzählt in ihrem Romandebüt "Die Optimistinnen" (S. Fischer) von starken Müttern und Großmüttern, die die BRD verändert haben. Mit der Frauen- und Geschlechterforscherin Sabine Hark und dem Literaturredakteur Jörg Plath spricht sie über eine wenig bekannte Seite der bundesdeutschen Geschichte.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
Deutschlandfunk Kultur – Programminformationen
5. Woche – 30.01. bis 05.02.2023
Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin
Hörerservice:
Telefon 01803/37 23 46
Telefax 01803/37 23 47
E-Mail: hoererservice@dradio.de
Interent: www.dradio.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 20. Januar 2023

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